Damit Schule allen gut tut

„Empathische Gespräche sind ein wichtiges Tool für ein gelingendes Miteinander.“

Gespräch mit Nicola Plankensteiner, Lehrperson für Biologie, TFO Bruneck

Die Fortbildung rund um das Thema Beziehungskompetenz hat zwei Jahre gedauert. Was hat Ihr Interesse geweckt?
Das Thema Kommunikation als wichtiges Handwerkzeug für ein gelingendes Miteinander hat mich schon seit längerer Zeit interessiert. Vor allem in Konfliktsituationen ist die Art und Weise, wie miteinander umgegangen wird, sehr wichtig. Oft geht es in Auseinandersetzungen nicht nur um die Sachebene, sondern vielmehr um die Emotionen, die dahinterstecken. Es ginge Vieles besser, wenn man einfach gut miteinander kommunizieren würde.

Was genau dachten Sie, würden Sie lernen?
Ich dachte, wir lernen Kommunikation nach einem vorgegebenen Schema und erhalten am Ende ein Skript, das wie eine Art Rezeptbuch zum Nachmachen und Nachlesen dient. Ich habe erst mit der Zeit verstanden, dass Kommunikation viel mit Beziehungskompetenz zu tun hat, und dass es sich dabei um einen Prozess handelt, indem Paradigmen gewechselt werden.

Wie kann man sich diesen Paradigmenwechsel vorstellen?
Ich bin sehr mit dem Kopf an die Sache herangegangen und war überrascht, dass wir so viel in den Kleingruppen und an uns selbst gearbeitet haben. Der Kurs war für mich persönlich eine Weiterentwicklung. Ich habe mich besser kennengelernt und Ressourcen entdeckt. Mein Umgang mit den Schülern hat sich dadurch verändert.

Was hat sich verändert?
Die Schüler werden ruhig und hören zu, wenn sie merken, dass sie ernst genommen und gesehen werden, dann akzeptieren sie auch einen Misserfolg. Mich hat beeindruckt, dass dieses wertschätzende Sehen auf der Beziehungsebene so wichtig ist. Schüler wie auch Eltern werden bei Konflikten kooperativ und suchen gemeinsam nach Lösungen. Damit kann ich etwas schon im Keim ersticken, bevor es sich hochschaukelt.

Es lohnt sich also, in die Beziehungen zu investieren?
Gelingende Beziehungen fördern ein gutes Arbeitsklima – das ist längst erprobt. Wenn man gut kommuniziert, kann man gelassener unterrichten.

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