Was hat Frauenrecht mit Klimaschutz zu tun?

„Der Klimawandel ist ein menschengemachtes Problem, das einer feministischen Lösung bedarf.“

Mary Robinson, ehemalige UN-Klimabeauftragte

Wie unterscheiden sich Frauen und Männer, wenn es um Klima und Umwelt geht? Wer von beiden benötigt mehr natürliche Ressourcen für den eigenen Lebensstil? Die Zahlen und Fakten weisen alle in dieselbe Richtung: Der ökologische Fußabdruck von Männern ist statistisch und über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg größer als der von Frauen. Männer sind weniger bereit, ihr Verhalten im Hinblick auf die Klimakrise zu ändern. Männer stehen auch häufiger an der Spitze von großen, internationalen Konzernen, die nach patriarchalen, ausbeuterischen und kapitalistischen Logiken handeln – und nicht vor Umweltzerstörung und Verschwendung von ökologischen Ressourcen zurückschrecken.

Dass der Klimawandel sich auf Frauen stärker auswirkt und dies wiederum mit der Ungleichheit der Geschlechter zusammenhängt, darüber herrscht heute Konsens. AktivistinStudien zufolge sind Mädchen und Frauen weltweit überproportional von Naturkatastrophen betroffen, die aufgrund von extremer Hitze, Dürre oder Überschwemmungen auftreten. Doch auf der anderen Seite sind Frauen auch die Gesichter von Klimaprotesten. Sie sind treibende Kräfte, wenn es darum geht, im Umgang mit natürlichen Ressourcen neue, nachhaltige Wege einzuschlagen. Lokal wie auch global gesehen sind Frauen ein signifikanter Teil der Lösung bei Bemühungen für den Klimaschutz. Ihre Teilhabe in Entscheidungspositionen muss daher größer werden. Eine klimagerechte Zukunft kann nur durch die gemeinsame Anstrengung der Geschlechter erzielt werden. 

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