Aktuelle Themen

Wer neugierig geworden ist und sich mit unseren Themen vertiefend auseinandersetzen möchte, hat hier die Gelegenheit dazu.

Hitzefrei? Klimashow!

Die Klimashow geht in die nächste Runde und bringt die komplexe Realität des Klimawandels auf die Bühne: verständlich, greifbar und voller Fakten und Lösungsansätze für Südtirol.

Der Klimawandel ist in vollem Gange. Er ist längst keine ferne Bedrohung mehr, sondern seine Auswirkungen sind direkt vor unserer Haustür spürbar. Die Temperatur in Südtirol ist seit 1980 im Durchschnitt um 2° C angestiegen. In Bruneck blüht die Birke circa 11 Tage früher als 1995. Im Jahr 2022 gab es südtirolweit 1328 Feuerwehreinsätze aufgrund von Wetterereignissen wie extreme Niederschläge, starke Windböen, Waldbrände oder Erdrutsche. Das Wissen über den sich abzeichnenden Klimawandel ist da. Konsequenter Klimaschutz bedeutet manchmal Verzicht, oft Änderungen von Gewohnheiten, und meistens eröffnet er Wege zu einer höheren Lebensqualität. Aber er ist ein Motor für eine lebenswertere, gesündere und gerechtere Zukunft. 

Landesweite Initiativen wie die „Klimashows“ bringen Fakten unter die Leute. Energiesparen und regionale erneuerbare Energien machen unabhängiger von teuren Importen und sichern lokale Wertschöpfung. No planet BInformiert und sich bewusst sein über die Fakten ist hilfreich. Wenn weniger Verkehr und sauberere Luft mehr Gesundheit mit sich bringen, können Menschen eher zum Tun motiviert werden. Praxisbeispiele aus nachhaltiger Landwirtschaft zeigen auf, wie der Schutz unserer Landschaft und gleichzeitig die Attraktivität Südtirols gesteigert werden können – sowohl für die hier lebenden Menschen als auch für die Gäste. Es gilt, jetzt über Lösungen zu reden. In 60 Minuten „Klimashow“ werden inspirierende Beispiele aus Südtirol und darüber hinaus gezeigt, die Mut machen. Wir haben zu tun!

Bildungsausschuss und Bibliothek Toblach
Klimashow – Wissen und Handeln für unsere Zukunft
mit Climate Action Südtirol
Do 27.11.26, 19:30 Uhr
Toblach, Aula der Mittelschule

www.biwep.it /veranstaltungen

Die Kunst Nein zu sagen

Wie halten es Familien miteinander aus und werden dabei womöglich noch glücklich? In einer Zeit, in der viele Eltern in Erziehungsfragen verunsichert sind, fällt es ihnen manchmal schwer, dem eigenen Kind ein Nein zuzumuten. Doch nur klare Eltern machen Kinder stark.

Eltern wissen oft nicht mehr, woran sie sich orientieren sollen und haben den Eindruck, Erziehung sei ein kompliziertes Unterfangen. Sie wollen keine Konflikte eingehen, wollen ihr Kind nicht enttäuschen oder gar traurig oder wütend machen. Dennoch wollen sie ihnen auch nicht alles erlauben. Manchmal braucht es Verbote, Grenzen müssen gesetzt werden. Ein klares Nein zu sagen fällt Eltern heute oft schwer.

Wie wir miteinander umgehen ist entscheidend für das Wohlergehen einer Familie. Der dänische Familientherapeut Jesper Juul betonte diesen einfachen Leitsatz immer wieder. Kinder würden durch das erzogen, was ihnen die Eltern vorleben. Die Art und Weise, wie sie ihre Beziehungen gestalten, wie sie Konflikte und Streit austragen, das sei es, was erzieht. Vater und KindJesper Juul hat sich zeit seines Lebens gegen einen anti-autoritären Erziehungsstil ausgesprochen. Denn Kinder brauchen Führung. Kinder brauchen Eltern, die offen ihre Meinung ausdrücken und klar sagen, was sie gut finden, was sie nervt oder was für sie nicht in Frage kommt. Erziehung besteht darin, Kindern mit Respekt zu begegnen – dann bekommt man auch Respekt zurück. Ein authentisches Nein ist eine liebevolle und wichtige Antwort sowohl für das Kind als auch für Mama und Papa selbst. Es ist ein Ja zu sich selbst und stärkt Kinder darin, auch selber Nein zu sagen. So lernen sie auf ihrem Weg ins Erwachsenwerden, dass Eigenverantwortung und respektvolle Beziehungen zusammenhängen.

Arbeitsgruppe Familienbildung Percha
Die Kunst Nein zu sagen – mit gutem Gewissen
mit Claudia Bachmann, Familylab-Trainerin, EHH-Fachberaterin, Rasen
Mi 26.11.26, 19:30 Uhr
Percha, KiBiZ

www.biwep.it/veranstaltungen

Klimabotschafter:innen

„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst für diese Welt.“

Mahatma Ghandi

Vielleicht kennst du solche Situationen? Beim Familienessen sitzt du neben dem konservativen Onkel, der überzeugt ist, dass sich nichts ändern darf: Die Grünen seien schuld, E-Autos taugten nichts und China sei sowieso viel schlimmer. Auf der Arbeit triffst du auf die technikgläubige Kollegin, die meint, Fortschritt werde alles richten: Carbon Capture, Mars-Kolonien, irgendeine Erfindung werde uns schon retten – also kein Grund, das eigene Leben zu ändern. Dann ist da der reisefreudige Bekannte, der Nachhaltigkeit gerne betont, solange er den eigenen Lebensstil nicht einschränken muss: Ökomode und vegane Bowls ja, aber bitte auch die zwölf Urlaubsflüge im Jahr. Und manchmal begegnet dir sogar die verschwurbelte Zweiflerin, für die Klimawandel nur „Panikmache“ ist oder gar eine Verschwörung. 

Genau hier setzen die Klimabotschafter:innen an. Das Ziel: gemeinsam nach vorne schauen für eine klimagerechte, lebenswerte Zukunft. PlakatMit kleinen Schritten können viele Menschen aktiv werden, sich austauschen und gemeinsam handeln – und dabei erleben: Wir sind viele! So entsteht ein wachsendes Netzwerk von Menschen, die im Kleinen große Wirkung entfalten. Das Projekt bietet einen einfachen Einstieg ins Handeln: vom Gespräch im Freundeskreis über die Mitgestaltung lokaler Klimapolitik, vom Infotisch am Wochenmarkt bis zur Gründung eines Klimateams im eigenen Dorf – alles ist möglich! Beim Infoabend wird das Projekt vorgestellt, ein kompaktes Handbuch mit vielen alltagstauglichen Ideen ausgeteilt und gemeinsam erste Umsetzungsschritte entwickelt. Werde auch du aktiv!

Was hat Frauenrecht mit Klimaschutz zu tun?

„Der Klimawandel ist ein menschengemachtes Problem, das einer feministischen Lösung bedarf.“

Mary Robinson, ehemalige UN-Klimabeauftragte

Wie unterscheiden sich Frauen und Männer, wenn es um Klima und Umwelt geht? Wer von beiden benötigt mehr natürliche Ressourcen für den eigenen Lebensstil? Die Zahlen und Fakten weisen alle in dieselbe Richtung: Der ökologische Fußabdruck von Männern ist statistisch und über alle Alters- und Einkommensgruppen hinweg größer als der von Frauen. Männer sind weniger bereit, ihr Verhalten im Hinblick auf die Klimakrise zu ändern. Männer stehen auch häufiger an der Spitze von großen, internationalen Konzernen, die nach patriarchalen, ausbeuterischen und kapitalistischen Logiken handeln – und nicht vor Umweltzerstörung und Verschwendung von ökologischen Ressourcen zurückschrecken.

Dass der Klimawandel sich auf Frauen stärker auswirkt und dies wiederum mit der Ungleichheit der Geschlechter zusammenhängt, darüber herrscht heute Konsens. AktivistinStudien zufolge sind Mädchen und Frauen weltweit überproportional von Naturkatastrophen betroffen, die aufgrund von extremer Hitze, Dürre oder Überschwemmungen auftreten. Doch auf der anderen Seite sind Frauen auch die Gesichter von Klimaprotesten. Sie sind treibende Kräfte, wenn es darum geht, im Umgang mit natürlichen Ressourcen neue, nachhaltige Wege einzuschlagen. Lokal wie auch global gesehen sind Frauen ein signifikanter Teil der Lösung bei Bemühungen für den Klimaschutz. Ihre Teilhabe in Entscheidungspositionen muss daher größer werden. Eine klimagerechte Zukunft kann nur durch die gemeinsame Anstrengung der Geschlechter erzielt werden. 

Unser Essverhalten und seine Folgen

„Sobald wir unsere Gabeln heben, beziehen wir Position.“

Jonathan Safran Foer in „Tiere essen“

Wer heute lebt, müsste es eigentlich besser wissen. Das Bild von Landwirtschaft, das wir noch vielfach in unseren Köpfen haben, mag auf traditionelle Bauernhöfe unserer Heimat und auch anderswo zutreffen. Urige Höfe, nährstoffreiche Weiden und friedlich grasende Tiere, die den ganzen Tag draußen verbringen sind global gesehen längst Geschichte. 

Der herkömmliche Bauernhof steht im krassen Gegensatz zur Massentierhaltung, in der heute der überwiegende Teil aller landwirtschaftlichen Nutztiere lebt – und das sind viele: Weltweit werden jährlich weit über 70 Milliarden Schweine, Rinder, Schafe, Ziegen und Pferde geschlachtet, am häufigsten Hühner, Puten und Enten. Zählt man Fische und andere Meerestiere dazu liegt die Zahl im Billionenbereich. Überall auf unserem Planeten gilt in den Tierfabriken ein eisernes Prinzip: Gut ist, was effizient ist und sich rechnet, ohne die weitreichenden ökologischen, gesundheitlichen und auch ethischen Folgen zu berücksichtigen – allein das unfassbare Tierleid schreit zum Himmel. Fast Food

Wir können uns nicht mehr mit Unwissenheit herausreden. Wir wissen, dass wir uns mit unserem wachsenden Hunger auf Fleisch in die eine oder andere Beziehung zu Nutztieren, Umwelt, kostbaren ökologischen Ressourcen, wertvollem Land, Artenvielfalt, Wasserverbrauch und letztlich der Klimakrise setzen. Was wir heute essen hat einen immensen Einfluss darauf, wie unsere Erde in den nächsten Jahrzehnten aussehen wird. Ethisch vertretbare und ressourcenschonende Essgewohnheiten machen einen großen Unterschied – für Menschen, Tiere und den Planeten. 

Die Kraft der Gefühle

„Wenn das Herz nur warm ist und schlägt, wie es schlagen soll, dann friert man nicht.“

Pippi Langstrumpf

Die Schriftstellerin Astrid Lindgren erzählte einmal über sich selbst, dass ihre Kindheit geprägt war durch zwei entscheidende Dinge: Geborgenheit und Freiheit. Kinder, deren Bedürfnisse zuverlässig erfüllt werden, fühlen sich bei ihren Eltern sicher. Sie werden mit ihrem Wesen und mit ihren Gefühlen angenommen, so wie sie sind. Die Kinder fühlen sich dadurch geliebt und verstanden. Sie können darauf vertrauen, dass sie getröstet werden, wenn sie traurig sind. Dass sie auch mal wütend sein dürfen. Dass sie beschützt werden, wenn sie Angst haben. Und dass es Menschen gibt, die mit ihnen lachen, wenn sie sich freuen. All das führt zu einer tiefen inneren Wärme. Aber auch die Freiheit, eigene Erfahrungen zu machen und auszuprobieren, wofür sie sich begeistern, lässt Kinder innerlich wachsen.

Warum wird uns manchmal ganz warm ums Herz? Warum sind wir ängstlich oder genervt? Wieso fühlen wir eigentlich? 2 Kinder umarmen sichGefühle sind die Sprache unserer Seele. Sie sind wichtige Botschaften an uns selbst, die uns helfen, uns im Leben zurecht zu finden. Denken und Fühlen sind wie ein innerer Kompass, der uns entsprechend handeln lässt. Nur das, was unter die Haut geht, was uns auf den Magen schlägt, was uns mitten ins Herz trifft lässt uns in Verbindung bleiben mit uns selbst und spüren, was wirklich wichtig ist. Doch was, wenn dieser Kontakt verloren geht? Wenn wir ureigene Bedürfnisse unterdrücken oder als Eltern emotionale Botschaften unserer Kinder einfach überhören? Dann ist es an der Zeit, die eigenen Emotionen und die von anderen wieder bewusst wahrzunehmen und verstehen zu lernen. Denn nur so erfahren wir, welche Kraft in unserer Freude, unserer Liebe, unserer Wut oder unseren Tränen steckt.

Erinnerungskultur in Niederdorf und Prags

Seit mehr als 20 Jahren gibt es im Hochpustertal eine intensive Auseinandersetzung mit einem bemerkenswerten zeitgeschichtlichen Ereignis: der Befreiung von prominenten SS-Geiseln in Niederdorf und am Pragser Wildsee. Mit angestoßen wurde diese Erinnerungskultur vom Bildungsausschuss Niederdorf.

Kurz vor Kriegsende 1945 traf in Niederdorf ein Transport von 139 Sippen- und Sonderhäftlingen aus dem KZ Dachau ein. In einer überstürzten Aktion verschleppte ein Sonderkommando der SS die Häftlinge ins Hochpustertal, um sie für Verhandlungen mit den Alliierten als Pfand einzusetzen. 

Unter den Gefangenen befanden sich der ehemalige österreichische Bundeskanzler Kurt von Schuschnigg mit Ehefrau und kleiner Tochter oder Familienangehörige des Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der 1944 das Attentat auf Adolf Hitler verübt hatte. Doch der Plan der SS scheiterte. Nach ihrer Befreiung auf dem Niederdorfer Hauptplatz wurden die Menschen im Hotel Pragser Wildsee untergebracht und von Hotelbesitzerin Emma Heiss-Hellenstainer, einer Enkelin der berühmten Gastwirtin „Frau Emma“, versorgt. Im Jahr 2005 kehrten erstmals im Rahmen des Aufarbeitungsprojekts „Rückkehr ins Leben“ sieben ehemalige SS-Geiseln zu einer großen Gedenkfeier ins Hochpustertal zurück.

Pubertät – der ganz normale Wahnsinn

„Wenn ich eines in meiner Kindheit gelernt habe, dann das: Man hat über sein eigenes Leben NULL Kontrolle.“

aus Gregs Tagebuch 9

Greg ist die Hauptfigur der Comic-Romane von Jeff Kinney. Er ist 12 Jahre alt und besucht die Junior-Highschool. Er ist faul, spielt gern und oft Videospiele, denkt viel über sein Leben nach und schreibt Tagebuch. Obwohl er unterdurchschnittlich groß ist, glaubt er, schon ziemlich reif zu sein. So hat er auch für die Sommerferien soweit alles im Griff: „Solange die Klimaanlage funktionierte und es Batterien für die Fernbedienung gab, war alles perfekt für entspannte Sommerferien.“ Aber dann macht ihm seine Mom einen dicken Strich durch die Rechnung. 

Warum ist plötzlich alles so schwierig? Und was passiert eigentlich in der Pubertät? Es sind gewaltige Veränderungen in der körperlichen Entwicklung und regelrechte „Großbaustellen“ in Teilen des Gehirns, die die heranwachsenden Jugendlichen und ihr gesamtes Umfeld auf eine harte Probe stellen. Jugendlicher Der Körper verändert sich, die Eltern nerven und sind peinlich, die Konflikte in der Familie häufen sich. Fragen nach der eigenen Identität treten in den Vordergrund: Wer bin ich? Wo gehöre ich hin? Was will ich in meinem Leben erreichen? Es geht um Ablösung vom Elternhaus, um Selbständigkeit und Freiheit. Jugendliche wollen selbst über ihr Leben entscheiden, sind gleichzeitig aber unsicher und verletzlich – und überspielen das oft mit Frech-Sein oder Rückzug.

Für Eltern gilt es in dieser Zeit, einen kühlen Kopf zu bewahren. Ziel ist es, ein gutes Maß zwischen Nähe und Loslassen zu finden, sodass ihre Kinder schließlich im Laufe des Erwachsenwerdens eines lernen: ihr Leben selbst unter Kontrolle zu haben.

Ursiedlung am Wielenberg

Der Hauserhof ist nicht nur bekannt für den Anbau von hochwertigen Kräutern. Der Ort, wo nun Kräuter wachsen und gedeihen, bewahrt eine geschichtlich bedeutsame Vergangenheit und wird auch heute noch vom Geist der Ahnen umweht.

Durch zahlreiche Zeugnisse alter Kulturgüter ist der Ort rund um den Hauserhof in Wielenberg zu einem bemerkenswerten Bildungsort mit einer weit zurückreichenden Geschichte in der Gemeinde Percha geworden. Immer wieder werden bei der Arbeit auf dem Feld „Schätze“ aus alter und ältester Zeit gefunden. Jüngere Forschungen haben ergeben, dass hier bereits vor Jahrtausenden Menschen gelebt haben. Bei genauem Hinsehen offenbaren sich die eindrucksvollen Zeugnisse der Vergangenheit: Orts- und Flurnamen, Kultstein, Siedlungsreste tief unter der Erde, eine Reihe phantastischer archäologischer Funde und ein heute noch praktizierter Frauenkult im Kirchlein zu Wielenberg atmen den Hauch uralter Geschichte und sind beredte Zeugen Jahrtausende alter, bäuerlicher Kultur. 

Eine archäologische Probegrabung des Bodendenkmalamts belegt, dass hier bereits in der Bronze- und in der ausgehenden Jungsteinzeit vor etwa 5.000 Jahren gesiedelt wurde. Werkzeuge aus BronzeZu den schönsten Fundstücken gehören Fibeln und Ringe aus Bronze, Waffenteile oder mehrere Spinnwirtel – ein Werkzeug für die Textilherstellung, dem magische Eigenschaften zugesprochen wurden. Sämtliche Fundstücke sind auf dem Hauserhof ausgestellt und können jederzeit zu den Öffnungszeiten besichtigt werden.  

Eine weitere Besonderheit ist ein auffälliger Granitblock unweit der Hofstelle. Der Stein weist fünf Bohrlöcher auf. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei diesem Stein um einen Kalender- oder Sonnwendstein. Steckt man nämlich Stäbe in die Löcher, zeigt deren Schattenwurf bei Sonnenaufgang markante Zeitpunkte im Jahreslauf an. Der Platz rund um den Stein ist für die Besucher zugänglich und gilt als ausgesprochener Kraftplatz. 

Steinmeile in Olang

Der Dolomit, ein Gestein, das hauptsächlich aus dem Mineral Dolomit besteht, gibt unseren Bergen ihren Namen und prägt ihre majestätischen, silbernen Gipfel. Mit der „Steinmeile“ hat der Bildungsausschuss Olang bereits vor Jahren einen eindrucksvollen Themenweg geschaffen, der sich mit den Gesteinen der Region beschäftigt.

Welche Gesteine gibt es, wie kann man sie unterteilen – und wie sind Steine überhaupt entstanden? Die Gesteine allgemein und mit ihnen unsere charakteristischen Dolomiten sind im Laufe der Erdgeschichte entstanden – eine Entwicklung, die vor Millionen von Jahren begonnen hat. 

Der französische Geologe und Alpenforscher Déodat de Dolomieu entdeckte am Ende des 18. Jahrhunderts im Gebiet unserer heutigen Dolomiten ein bis dahin unbekanntes Mineral, das später – nach seinem Entdecker – Dolomit genannt wurde. Gesteine bestehen in erster Linie aus Mineralien, von denen etwa dreißig einen bedeutenden Anteil an der Gesteinsbildung haben. Im Dolomitengebirge sind das das namensgebende Mineral Dolomit sowie auch das Kalzit, aus welchem im Wesentlichen der Kalkstein besteht. Steinbogen Olang

Die Schautafel am Spielplatz in Niederolang gibt Aufschluss über die verschiedenen Gesteine, die grob – je nach ihrer Entstehung – in drei Klassen unterteilt werden können: magmatische Gesteine, Sedimentgesteine und metamorphe Gesteine. Die Informationstafeln sind an einem Steinblock befestigt, daneben sind vier Steinblöcke in Form eines Tores aufgestellt. An dieser Stelle beginnt die „Steinmeile“, die sich als Themenwanderung von Niederolang bis zum Mühlbacher Weiler in Mitterolang erstreckt. Entlang des Weges finden sich immer wieder unterschiedliche Steinblöcke aus ganz Südtirol mit entsprechenden Informationen dazu. 

Auch abseits der „Steinmeile“ in Oberolang gibt es noch einen ganz besonderen Stein: ein sehr gut erhaltener, römischer Meilenstein aus Granit und Monolith – ursprünglich bei der Alten Goste gefunden.

Damit Schule allen gut tut

„In der Klasse läuft neben dem Kognitiven so Vieles ab, wir Lehrpersonen schulen die Kinder in vielerlei Kompetenzen.“

Gespräch mit einer Grundschullehrerin, Vahrn

Was war Ihre Motivation für die Fortbildung zum Thema Beziehungskompetenz?

Ich unterrichte seit über 30 Jahren. Anfangs hatte ich immer eine sehr gute Beziehung zu den Kindern, aber im Laufe der Jahre ist mir das nicht mehr so gut gelungen. Ich wollte lernen, wie ich die Beziehungen zu den Kindern stärken kann.

Warum fällt Ihnen das heute schwerer?

Früher konnte ich den Fokus viel mehr auf den Unterricht der Kinder und die Vorbereitung setzen, also auf das, was eigentlich das Hauptgeschäft in der Schule ist. Heute hat sich die Schule ziemlich verändert. Die Herausforderungen sind größer geworden. 

Welche Herausforderungen sind das?

Ich bin als Lehrperson vielfach eingeschränkt, so dass ich oft nicht angemessen auf die Bedürfnisse der Kinder reagieren kann. Wenn in der Klasse die Luft raus ist und alle müde sind, kann ich zwar spontan auf den Schulhof hinausgehen, aber nicht etwa in den Wald, um den Unterricht dort fortzusetzen. Solche Dinge müssen vorher geplant werden, der bürokratische Aufwand ist sehr groß geworden.

Was stärkt Ihrer Meinung nach die Beziehungen zu den Kindern am meisten?

Ganz klar das gemeinsame Miteinander! Erlebnisse in der Gruppe wie Ausflüge oder größere Projekte schweißen die Klasse zusammen. Wenn ich sehe, dass die Kinder mit Freude dabei sind, dann weiß ich, dass ich auf einem guten Weg bin. Dafür lohnt sich die Mühe, die man in Projekte hineinsteckt – diese Sachen bleiben den Kindern, daran erinnern sie sich noch lange.

Wer mit Freude dabei ist, der lernt auch besser?

Wer mit Freude dabei ist, blüht auf. Wenn das Miteinander und die Beziehungen zueinander stimmen, dann kommen die verschiedenen Kompetenzen der Kinder so richtig heraus – und werden entsprechend gewürdigt. So fühlt sich das einzelne Kind gesehen und wertgeschätzt. In der Klasse läuft neben dem Kognitiven so Vieles ab, wir Lehrpersonen schulen die Kinder in vielerlei Kompetenzen.

Audit „familieundberuf“

Der Bildungsweg Pustertal – BIWEP schließt als einer von 28 Südtiroler Arbeitgeber alle Phasen des Audits „familieundberuf“ erfolgreich ab.

Damit lebt BIWEP eines seiner zentralen Handlungsfelder vor: eine gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Verein Bildungsweg Pustertal macht sich seit vielen Jahren stark für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf und wurde bereits 2014 das erste Mal mit dem Audit ausgezeichnet. „Wir haben 10 Jahre lang intensiv an diesem Prozess gearbeitet, haben die verschiedenen Stadien durchgemacht und sind jetzt am Ziel angelangt“, hält BIWEP-Vorstandsmitglied Michaela Grüner fest. Damit wolle BIWEP ein Beispiel geben für seine Mitglieder und für den gesamten Bezirk Pustertal, für die Weiterbildungsorganisationen und für all jene, die sich mit Familie beschäftigen. 

Für das BIWEP-Team heißt das konkret: Kinderkrankentage, reduzierte Öffnungszeiten in den Sommerferien oder flexible Arbeitszeitkonten. „Für mich war die Regelung der Sommerarbeitszeit besonders hilfreich“, erklärt Claudia Frenes, Mitarbeiterin bei BIWEP und Mutter von drei kleinen Kindern. „Das bedeutet, dass wir unterm Jahr versuchen, mehr Stunden aufzubauen, die wir in den Sommerferien, wenn die Kinder zu Hause sind, abbauen können.“ Logo Audit familieundberuf

Das Audit „familieundberuf“ in Südtirol ist eine Initiative der Familienagentur des Landes Südtirol in Zusammenarbeit mit der Handelskammer Bozen. Das Verfahren unterstützt Betriebe und Organisationen dabei, eine familienfreundliche Personalpolitik zu etablieren und zu fördern. Dabei wird intern ein passgenaues Konzept für die jeweilige Organisation erarbeitet, das sowohl betriebswirtschaftlich sinnvoll als auch fair gegenüber den Bedürfnissen der Beschäftigten ist. Denn die jeweiligen Lebenssituationen der Angestellten bringen unterschiedliche Herausforderungen mit sich. Am Ende ist es ein Win-Win: Ein familienbewusster Arbeitsplatz nützt allen Beteiligten.

 

BIWEP – Bildungsweg Pustertal
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